Frankreich

28. Mai

Nach Ankunft in Nizza um 14 Uhr, machen wir uns auf den Weg eine Sim Karte für das Tablet zu besorgen. Werden von einem Geschäft zum anderen geschickt, im 4. kam die Antwort morgen um 10 Uhr wieder kommen, er habe jetzt keine Zeit wegen zu viele Kunden im Geschäft. Norbert meint morgen laufe ich  nicht nochmal durch die ganze Stadt.

29. Mai

Gehen nach dem Frühstück gemeinsam mit Haso auf den Schloßberg von Nizza. Viele Stufen unter schattigen Pinienwäldern geht es hinauf. Oben angekommen hat man auf der einen Seite den schönen Ausblick in den Hafen.

Auf der anderen Seite schaut man auf die Altstadt und die Bucht von Nizza.

Nizza hat 343 630 Einnwohner und ist nach Marseille die zweitgrößte Stadt der Provinz und die viertgrößte von Frankreich. Die Umgebung war schon vor 400 000 Jahren besiedelt. Vor 190 000 bis 130 000 Jahren lebten hier Neandertaler, Überreste hat man  bei Grabungen in der Grotte  de Lazaret gefunnden.

30. Mai

Gehe in der Früh auf dem berühmten Markt von Nizza den Cours Saleya. Kaufe getrocknete Tomaten und Paprika sowie ein backfrisches Brot, gebacken im Holzofen. Hier kann man Blumen, Obst, Gemüse, Kräuter, verschiedene Fischsorten, Muscheln, Käse, Oliven und Öle kaufen.

Beim Rückweg zum Hafen gehe ich an der Russisch- Orthodoxe Kathedrale Saint-Nicolas-et-Sainte-Alexandra erbaut 1858 vorbei.

Um 10 Uhr legen wir ab, vorbei an Luxusyachten verlassen wir den Hafen von Nizza.

Unser nächstes Ziel ist Porto Canto bei Cannes, wo wir um 13 Uhr am Schwimmsteg zwischen lauter Motoryachten festmachen. Mache mich noch am gleichen Tag auf den Weg in die Stadt Cannes. Mit Palmen gesäumten Uferpromenade

 geht es vorbei am berühmten Luxushotel Carlton.

hier treffe ich auf Salzburger, die mit ihren Fiat 600 Cabriolet vor dem Carlton parken. Ihr Auto zieht mehr Blicke auf sich als ein Rolls Royls oder Bentleys.

Danach kommen die Luxuspoutiquen Dior, Chanel, Armani usw. Am Ende der Hafen, der schon im 11. Jhdt. laut römischen Aufzeichnungen erwähnt wird. Auch hier liegen große Motoryachten fest. Jetzt geht es hinauf zum Vieux Port, dort befindet sich die Kirche N.D.de L`Esperance erbaut 1648.

Hier hat man einen Blick in den Hafen und die Bucht von Cannes.

Cannes war im frühen 19. Jhdt. ein Fischerdorf. 1830 siedelten sich französische Adelige hier an. Auch heute noch Treffpunkt der Schönen und Reichen. Bekannt ist die Stadt auch durch die Filmfestivals. Die jedes Jahr in Mai hier stattfinden, das erste 1946

Durch die engen Gassen der Stadt und der Palmenallee gehe ich wieder zurück zum Boot.

31. Mai

Um 9 Uhr ablegen, heute geht es nach Sainte Maxime gegenüber von St. Tropez. Von den 23 Sm können wir 11 Sm unter Segel fahren. Um 15 Uhr wird am Shwimmsteg festgemacht. Sainte Maxime ist ein kleiner Urlaubsort wo viele Familien mit Kinder ihren Urlaub verbringen. (preisgünstiger als in St. Tropez) 

1. Juni

Roswitha fährt mit dem Taxiboot rüber auf die andere Seite nach St. Tropez. Besuche die Citadelle, sie wurde zum Schutz des Ortes 1583 errichtet.

 Dort befindet sich auch das Museum zur Geschichte der Stadt und der Schifffahrt. Ausgestellt sind Schiffsmodelle, Fotos, Relefpläne der Stadt und Dokumende zur Landung der Alliierten 1944.Blick in die Stadt Tropez

Die Stadt wurde nach dem Heiligen Torpes benannt. Ein frühchristlicher Märtyrer, der im 1. Jhdt. enthauptet wurde. Bis zum 20. Jhdt. war St. Tropez ein kleines Fischerdörfchen.

Unterhalb der Festung befindet sich der Friedhof Cimetiere` Marin. Einer der schönsten Friedhöfe Frankreichs, die Gräber grenzen direkt ans Meer.

Wieder zurück in St. Maxime legen wir ab, unser Ziel ist heute die Insel Porquerolles. Die letzten 9 Sm zur Bucht unter Segel, wo wir um 18 Uhr ankern.

Die Inselgruppe besteht aus 3 Inseln Port Cross, Le Levant und Porquerolles. Leztere genannte ist die naturbelassene Insel. Sandwege führen zu Buchten mit fast weißen Sand und glasklarem Wasser. Auf der Insel wachsen Wacholder, Rosmarin und Myrthe. Radfahrwege führen durch Pinien- und Kieferwäldern.1912 hat ein belgischer Ingenieur Fournier, der beim Bau des Panamakanal reich geworden ist ,die Insel um 1 Million France erstanden. 170 ha ließ er mit Wein, Eukalyptus und Feigen bepflanzen, so entstand ein großer Garten.

Mit diesem Sonnenuntergang lassen wir den Tag ausklingen!!!

2. Juni

Wollen heute nach Cassis zu den Fiorden des Les Calaques. Auf den Weg dorthin geht es vorbei an Toulon und La Ciotat. Das Cap de L`Aigle ein markanter Felsen soll einen Adlerkopf darstellen. In La Ciotat befindet sich eine Schiffswerft. Wo die Luxusyachten nach den Wünschen der Millionäre entworfen und gebaut werden. 

Die Hafeneinfahrt von Cassis ist sehr eng und vor dem Hafenbecken liegt ein Schiffswrack unter Wasser. Auch im Hafen selbst ist es sehr eng. Norbert hat bis jetzt noch jedes schwierige Anlegemanöver geschafft. Machen danach einnen kleinen Rundgang durch den Ort und Hafen. 3. Juni

Gleich nach der Hafenausfahrt fährt man in den Ersten Fjort des Kalkgebirges, der auch der längste ist.

Wo bis zum Jahre 1982 Kalkplatten abgebaut wurden. Eine dieser weißen Kalkplatte befindet sich im Sockel der Freiheitsstatue in New York, aber auch beim Bau des Suezkanal wurden sie verwendet. Wir fahren in Zwei Fjorde rein. Danach geht es zur Insel Ile Ratonneau, ein Naturschutzgebiet das vor der großen Hafenstadt Marseille liegt. Machen einen Badestopp und Norbert mit Haso im Dingi zum Gassi ausf Land.

Um 14 Uhr fahren wir weiter nach Porto Carro, gleich nach der Buchtausfahrt können die Segel gesetzt werden und kurz vor Porto Carro geborgen. In der Marina ist es zu seicht und am Gastanlegeplatz sind keine Murings. Ankern gleich nebenan in der Bucht. Heut steht auf unseren Menüplan: Tomatensuppe, Marillenknödel aus Kartoffelteig (selbstgemacht) mit Kompott. Vorher noch im Meer schwimmen.

4. Juni

Noch vor dem Frühstück schon im Meer schwimmen, war zum Vortag ganz ruhig. 8 Uhr Ankerauf nehmen Kurs auf Port Gardian. Nach 29 Sm legen wir um 12 Uhr am Schwimmsteg an. Dabei hat sich eine Muringleine in der Schraube verwickelt. Jetzt heißt es für Norbert in die Badehose, Taucherbrille vom Nachbarboot bekommen und rein ins Hafenbecken. Zum Glück war die Leine nicht so dünn, konnte sich dadurch nicht in der Schraube festwickeln. Mit 3 Umdrehungen war sie rasch wieder frei. Die 3 Franzosen vom Nachbarboot helfen uns so gut sie können. Als Dank laden wir sie auf unser Boot.  Trinken mit Isabell, Pier und Doc Maligmon unser letze Flasche Zweigelt aus der Heimat.

Am Nachmittag schaue ich mir den Ort mit seiner 1 000 Jahre alten Kirche Notre Dame-De-La-Mer an.

 

Hier sollen die Reliquien der Maria Magdalena, Maria Salome von Caliläa und Maria des Kleophas in der Kirche befinden. Die drei Frauen sind  im Jahr 42 mit dem Schiff nach Südfrankreich gekommen. Haben hier das Christentum verbreitet. Mit Ihnen kam die schwarze Sara, eine Art Dienerin der Marias. Am 24. und 25. Mai finden die großen Wallfahrtsfeierlichkeiten statt. Die Statuen werden zum Meer getragen und dort mit Meerwasser benetzt. Auch für Zigeuner ist es ein Wallfahrtsort, da sie die schwarze Sara verehren. Diese kommen jedes Jahr aus ganz Europa zu den Feierlichkeiten.

Der Ort liegt am Rhonedelta, Das Umland ist Naturschutzgebiet, wo die Rosaflamingos leben. Berühmt sind auch die Chamargue-Pferde die in einen Wildgestüt gezüchtet werden. 

5. Juni

Nächstes Ziel an der französchischen Küste ist Cap d`Adge 43Sm bis in die Marina. Fahren bis auf 2 Sm alles mit Motor. Um 15,45 legen wir in der Box an. Hier haben 2 550 Boote Platz, in der Mitte ist eine Insel. Dort gibt es Wohnungen, Geschäfte,Restaurants, Bars, Vergnügunspark, Diso und Casino. Es befinden sich gleich 3 Segelclubs und gut ausgerüstete Marinageschäfte in der Marina. Werden 2 Tage hier bleiben, Ölwechsel sowie Filter und auch Wäsche waschen steht mal wieder an.

 

Im Jahre 1939 wurde das Internierungslager Camp d`Adge eingerichtet. Etwa 25 000 Anhänger und Kämpfer der unterlegenen republikaishen Regierung des Spanischen Bürgerkriegs aufnahm. Auf dem selben Gelände wurde 1961 ein Campingplatz eröffnet. Cap d`Adge entwickelte sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einen beliebten Urlaubsort. 

6. Juni

Norbert geht am Abend in die Kneipe das Champion Finale Barcelona: Juventus ( 3:1). Kommt mit einem kleinen Schwips zurück zum Boot. Wecker wird auf 5,30 Uhr gestellt, wollen Morgen zeitig ausfahren es geht nach Collioure.

7. Juni

Um 6,30 Uhr legen wir schon ab, gleich nach der Hafenausfahrt können die Segel gesetzt werden. Von den 47 Sm können wir 29 Sm unter Segel fahren. Um 16 Uhr anlegen an der Boje in Collioure, unser letzter Punkt an der französischen Küste. Gleich geht es mit dem Dingi ans Land, mit dabei natürlich unser Hund.

Collioure ist ein touristischer Anziehungspunkt an der Cote Vermeille nördlich der Pyrenäen. Es gehört zum Anbaugebiet des Süßweins Banyuls. Collioure ist ein altes Fischerdorf mit zwei alten Königsburgen und eine Wehrkirche die einst als Leuchtturm diente. In der Basseria kehrten regelmäßig die Künstler Henri Mattisse, Maurie Utrillo und Paplo Picasso ein. Bezahlten nicht mit Geld sondern mit Bildern.

Morgen geht es nach Spanien!!!